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Kybernetik06

Performer: Performance: Public (P: P: P)

(Quelle: Kratochwil, S.: „Performer: Performance: Public (P: P: P)“, in Hendrich, H. (Hrsg.): “raum, anschaulich”, Verlag,[-de’A-], Wien, 2007, ISBN: 978-3-901867-24-8)

In wissenschaftlichen Essays und poetischen Texten hinterfragen AutorInnen aus unterschiedlichen Fachbereichen die Bedeutung des Begriffs „Raum“ in der Architektur und versuchen gängige Theorien seiner Konstitution und Wahrnehmung kritisch zu hinterfragen. Intendiert wird eine Neudefinition von „Raum“, wobei verschiedene Aspekte des Erwerbes von Raumanschauung durch Körperbewegung und deren Einbettung in gesellschaftliche und kulturelle Zusammenhang berücksichtigt werden.

Im Beitrag „Performer: Performance: Public (P: P: P)“ sind ausgewählte Raumtheoretische Argumente der Raumkybernetik zu finden.


Peter Weibel (im Vorwort, 2007:8) dazu –
„(…) In Ihrem Beitrag hat Susanne Kratochwil mit dem Point of View die Welt oder den Ausschnitt aus ihr, der raum, anschaulich dargestellt, im anschaulichen Denken anzuhalten. Schon in ihrer Dissertation hat sie den Begriff Raumkybernetik eingeführt, wobei ihr daran liegt zu erforschen, wie wir vom Raum wissen können, wie wird Raum anschaulich? In der Entwicklung dieser Fragestellung hält sie fest, daß Raum für sie ein soziales Konstrukt sei und mit ihren der P´s (Performer, Performance und Public) ein Spielfeld eröffnet, auf dem sie eine reizvolle Version des Konstruktivismus startet. Besonders wichtig für die Überlegungen Kratochwils erscheinen mir die Absätze in ihrem II. Kapitel mit dem Titel „Symbolische Übertragung von Botschaften“, es handelt sich um eine äußerst gedrängte und präzis definierte Zusammenfassung der Prozesse von Wahrnehmung über die Interpretation derselben zur Kommunikation. Witzig finde ich ihre Bearbeitung eines Management der Zwischenräume! In ihren Ausführungen über die errechnete Erfindungen der Arbeiten Heinz von Foersters nähert sie sich durchaus der oben genannten Bedeutung nichtlinearer komplexer Systeme, ohne diese Begriffe zu benutzen. Zur eingehenden und nachwirkenden Lektüre möchte ich das Kapitel IV. und das Ordentliche Nachwort empfehlen, das mit dem berühmten Zitat von Schrödinger schließt:
‚Nichtsdestoweniger ist sie (die Hypothese der realen Außenwelt) ein bestimmter Zug, eine besondere Weise, die Natur zu verstehen – und sie hat Folgen.’