Datenarchiv

Checklist

Am Ende des empirischen Forschungsprozesses beginnt die kritische Phase der Aufbereitung der Daten für eine Archivierung. Das UK Data Archiv stellt dazu eine Checkliste für das Datenmanagement zur Verfügung:

  1. Gibt es schriftliche Einverständniserklärungen der Befragten?
  2. Wer besitzt die Rechte am IPR (Intellectual Property Rights) bzw. am geistigen Eigentum der Daten?
  3. Wurden standardisierte und konsistente Standards und Verfahren bei der Datenerhebung und –überprüfung angewendet?
  4. Sind genügend Informationen über Erhebungsmethoden, Datenerhebung und –aufbereitung vorhanden, um eine qualifizierte Sekundäranalyse zu ermöglichen?
  5. Sind Daten und Dateien ausreichend bezeichnet. Besitzen alle Variablen erschöpfende und sich gegenseitig ausschließende Kodes, welche im Kodebuch dokumentiert sind?
  6. Werden aktuelle Datenformate verwendet?
  7. Werden anonymisierte Daten benötigt? Beinhalten die Daten Informationen, die eine Identifikation der Befragten ermöglichen?
  8. Werden Kopien der Daten (sowohl digitale als auch nicht-digitale Daten) an sicheren Orten aufbewahrt?
  9. Gibt es ausreichend Back-up Dateien?
  10. Ist bekannt, welches die Masterversion der Daten ist?
  11. Falls der Datensatz aus mehreren Dateien besteht: Beinhaltet der Datensatz Informationen darüber, wie die einzelnen Files zueinander in Beziehung stehen?
  12. Sind die abgeleiteten Variablen ausreichend dokumentiert?
  13. Sind Informationen die Analyse betreffend vorhanden, z.B. abgeleitete Variablen oder Interviewzusammenfassungen?

Ist an eine Archivierung von Beginn der Forschung mitgedacht worden, so wird sich der Aufwand nun als gering und unkompliziert darstellen. Trotzdem gibt es einige Punkte zu beachten, bevor die Daten an ein Archiv übermittelt werden können. Das bezieht sich im Besonderen auf die Verantwortlichkeit der ForscherInnen, die vertraulichen Informationen der Befragten zu bewahren und zu schützen. Es gibt eine Vielzahl von Methoden Daten zu generieren, welche nicht die Vertraulichkeit verletzen und ein Nutzung der Daten durch andere ForscherInnen ermöglichen. Diese werden in untenstehenden Abschnitten besprochen.