Qualitative Studien
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Lebensgeschichte eines Hitlerjungen aus gutem Hause
Ein Projekt über Wiener Jugendliche in Nationalsozialistischen Jugendorganisationen – Jugendopposition – Normalisierung in der Nachkriegsgesellschaft (ca. 1930 bis ca. 1950) von Reinhard Sieder
In diesem Forschungsprojekt (1988-1990) wurden Personen zu ihren Erinnerungen an ihre Jugend während des Dritten Reichs befragt und gaben Auskunft bezüglich Praktiken und Erfahrungen sowohl im privaten Bereich als auch im Bereich
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informelle Jugendgruppen (Schlurfs) und formelle Jugendorganisationen (HJ, BDM). Projektleiter Reinhard Sieder interviewte Peter Treumann (Pseudonym), einen Hitlerjungen aus gutem Hause, der über seine Erlebnisse in der Hitlerjugend berichtet. Für die hier dokumentierten acht Interviews wurde der Erzählzeitraum als die Zeit von der frühen Kindheit des Interviewten in den 1920er-Jahren bis zu seiner ersten zivilberuflichen Arbeit als Kriegsreporter und Zeitungsjournalist nach dem Zweiten Weltkrieg definiert. Durch eben diese Tätigkeit und sein ausgeprägtes politisch-historisches Wissen gelingt dem Befragten über seine persönliche Geschichte einen Einblick in die allgemeinen Verhältnisse dieser Zeit zu geben. [mehr]
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Lebensspuren- Erlebte Zeitgeschichte im Land der 1000 Hügel
Eine Studie von Gert Dressel und Johann Hagenhofer
200 lebensgeschichtliche Interviews mit ZeitzeugInnen aus der Region Bucklige Welt, die befragt wurden zu Kindheit, Jugend, Familie, Arbeits- und Freizeiterfahrungen, zu wirtschaftlichen Krisenzeiten, Kriegs- und Nachkriegszeit, Nationalsozialismus und generell zum massiven lebensweltlichen Wandel im 20. Jahrhundert stehen am WISDOM zur Verfügung.
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Auch ein umfangreiches Fotoarchiv wurde aufgebaut, welches das Alltagsleben in der Buckligen Welt im 20. Jahrhundert dokumentiert. [mehr]
Wiener Mädchen in nationalsozialistischen Jugendorganisationen
Organisationsstrukturen, Sozialisationserfahrungen und biografische Verarbeitungen. Eine Studie von Johanna Gehmacher
Dieses Projekt hatte das Ziel, die Bedingungen des Aufwachsens unter nationalsozialistischer Herrschaft und die damit einhergehenden Sozialisationserfahrungen genauer zu beleuchten. Im Zuge des Nationalsozialismus fand eine Verstaatlichung der Mädchenerziehung statt, die den Hintergrund einer neuen gesellschaftlichen Definition des Geschlechterverhältnisses darstellte. Da Mädchen in das Kriegsgeschehen eingebunden wurden, war dies ein Bruch mit traditionellen Geschlechtsidentitäten. Doch fand eine strikte Geschlechtersegregation statt, wodurch im Zuge dieser Jugendstaatsorganisationen unterschiedliche geschlechtsspezifische Erfahrungen gesammelt wurden. Über persönliche Gespräche mit ehemaligen Mitgliedern der Jugendstaatsorganisation sollte herausgefunden werden, welche biographischen Auswirkungen diese institutionellen Entwicklungen auf Erfahrungen, Haltungen und Lebensgestaltungen hatten. Es wurden 17 lebensgeschichtliche Interviews mit zwischen 1912 und 1930 geborenen Wienerinnen durchgeführt, die prägende Sozialisationserfahrungen in nationalsozialistischen Jugendorganisationen gemacht hatten. [mehr]
Darstellungen älterer Studien finden Sie im Archiv.