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WISDOM Datenarchiv

Das Wiener Institut für sozialwissenschaftliche Dokumentation und Methodik (WISDOM) wurde Mitte der 1980er Jahre von Anton Amann, Anselm Eder, Ernst Gehmacher und Heinz Kienzl als sozialwissenschaftliches Archiv für quantitative Daten gegründet. Mittlerweile sind über den Onlinekatalog Dokumentationen zu mehr als 800 Datensätzen verfügbar, die von WISDOM für akademische Forschung und Lehre weitergegeben werden. Neben kleineren Studien archiviert und vertreibt WISDOM auch große nationale und internationale Umfragedaten, wie den Mikrozensus der Statistik Austria, den Österreichischen Sozialen Survey oder den Eurobarometer und das ISSP.

Zusätzlich zu den quantitativen Daten archiviert WISDOM seit 2008 auch qualitative Datensätze bzw. Datensätze die sowohl mit quantitativen als auch qualitativen Daten arbeiten. Damit folgt WISDOM einem Beispiel, das in einigen europäischen Ländern, wie Großbritannien oder Finnland, bereits in den 1990er Jahren gesetzt wurde und das sich nach und nach auch in vielen anderen Ländern etabliert (Deutschland, Ungarn, Irland, Dänemark, Australien, Südafrika, u.a.m.).

 

Sozialwissenschaftliche Daten besitzen in vielen Fällen – über die Primärstudie hinausgehend – großes Potential für weitere Forschungen. Dennoch – so zeigte eine von WISDOM 2008 durchgeführte österreichweite Studie – ist ein großer Teil der Daten bereits wenige Jahre nach Projektende endgültig verloren oder verbleibt in den Beständen einzelner ForscherInnen und Institute.

WISDOM setzt sich dafür ein, dass Daten langfristig erhalten, gut dokumentiert und aufbereitet und adäquat gesichert werden, sodass auf Grundlage existierender Bestände neue Forschungen, Vergleichsstudien, historische Analysen, Re- und Sekundäranalysen möglich werden.

1991 trat WISDOM dem Rat der europäischen Datenarchive bei und fungiert nun als Schnittstelle für die Dokumentation und Archivierung sozialwissenschaftlicher Daten in Österreich.